Wo die reichen Deutschen Immobilien kaufen

Es ist weder Saint-Tropez, noch Marbella, noch Dubai. Wenn es um Immobilien-Käufe geht, sind die Superreichen hierzulande doch sehr heimatverbunden. München und Berlin sind die Orte, an denen wohlhabende Deutsche am liebsten in Luxuswohnungen, Villen oder andere standesgemäße Anwesen investieren, so ein aktuelles Ranking von LuxuryEstate.com.

Insgesamt sind die Top10 jedoch sehr international: Auf den Plätzen drei und vier folgen Wien und Ibiza, auf fünf dann der größte Aufsteiger: Rio de Janeiro. Die brasilianische Metropole habe von der Fußball-WM 2014 und den Olympischen Spielen 2016 profitiert, schreibt die Wirtschaftswoche, die die Studie ausgewertet hat. Um 21 Prozent sei die Immobilien-Nachfrage im Luxussegment bei deutschen Käufern im ersten Halbjahr dieses Jahres gestiegen. Selbst im hierzulande sehr gefragten München waren es „nur“ plus 14 Prozent.

Interessant ist auch der Preisvergleich des Rankings, für das die Online-Plattform LuxuryEstate.com die Suchanfragen des ersten Halbjahrs 2016 auf der eigenen Seite ausgewertet hat: Denn der zeigt, dass die Superreichen weder in München noch in Rio wirklich tief in ihre Schatullen greifen mussten: In der bayerischen Landeshauptstadt etwa wechselten Luxusimmobilien für 3 Millionen Euro den Besitzer. In New York hingegen, auf dem letzten Platz der Top10 notiert, zahlten deutsche Kunden im Schnitt 26 Millionen Euro für eine Luxusimmobilie, in Saint-Tropez (Platz sechs) knapp 9 Millionen