Geld-Geschichte(n) – Teil 6: Weltspartag

In unserer Reihe „Geld-Geschichte(n)“ blicken wir auf die Geschichte der Finanz- und Wirtschaftswelt zurück. Welche Ereignisse in dieser Kalenderwoche haben Geschichte geschrieben? Heute: der erste Weltspartag am 31. Oktober 1925.

Den Weltspartag kennt man meist aus der Kindheit: Das gesamte Gesparte hat man in seinem Sparschwein zur Bankfiliale gebracht und dafür ein Kuscheltier oder Malbuch bekommen. Hinter diesem Brauch steckt eine lange Tradition.

Weltspartag - Sammlung verschiedener Spardosen zum Sparen

Im Jahr 1924 trafen sich 354 Delegierte aus 27 Ländern zum ersten „Internationalen Sparkassenkongress“ in Mailand. In dieser krisengebeutelten Zeit mit Hyper-Inflation und Wirtschaftskrise war es das Ziel, das Sparen attraktiver zu machen und mehr Leute dazu zu bewegen, Geld anzulegen. Genauso wichtig war den Mitgliedern des Kongresses aber, die Finanzerziehung in allen Schichten der Gesellschaft voranzubringen.

Rund ein Jahr später, am 31. Oktober 1925, fand der erste Weltspartag statt. Seitdem feiern an diesem Tag weltweit die Menschen die Kultur des Sparens. Neben verschiedenen Kinderaktionen bieten viele Banken oft auch Programm für ältere Semester an, zum Beispiel zur finanziellen Erwachsenenbildung.

Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte der Weltspartag eine Blütezeit. Immer wieder führen neue Länder auch bei sich den Tag des Sparens ein, darunter in den vergangenen Jahren Aserbaidschan, Georgien, Mexiko und Mosambik. Besonders in Schwellen- und Entwicklungsländern steht die Finanzerziehung im Vordergrund.

Hierzulande ist Finanzbildung nicht mehr nur an den Weltspartag gekoppelt. Beim Bankenverband zum Beispiel finden Sie im Portal Schul|bank viele Informationen zum Thema für Lehrer und Schüler.