Vorsorgemuffel: Postbank warnt vor Altersarmut

Nur auf den ersten Blick klingt die Zahl hoch: Jeder zweite Deutsche sorgt bewusst für sein Alter vor, sei es durch eine private Rentenversicherung, eine staatlich geförderte Riester-Rente oder den Kauf einer Immobilie.

Allerdings bedeutet die Zahl auch, dass die andere Hälfte der Bevölkerung keine private Vorsorge betreibt. 46% sind es exakt, so eine Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Postbank.

Es gibt viele Gründe, warum so viele Deutsche Vorsorgemuffel sind: Gut einem Drittel derer, die keine Rücklagen fürs Alter bilden, fehlt nach eigenen Angaben das Geld dafür. Ebenfalls ein Drittel ist der Ansicht, die gesetzliche Rente werde schon ausreichen. Weitere oft genannte Antworten in der Umfrage waren, dass man sich noch keine Gedanken über das Thema gemacht habe oder sich eine private Vorsorge bei den aktuellen Niedrigzinsen ohnehin nicht lohne. Letzteres ist jedoch ein Trugschluss – mit Aktien oder Fonds lassen sich langfristig schließlich Jahresrenditen erzielen, die weit höher sind als die aktuellen Zinsen.

Problematisch, so die Postbank, sei vor allem eine Tendenz: nämlich, dass gerade Geringverdiener eine besonders niedrige Motivation hätten, Rücklagen fürs Alter zu bilden. Ohne private Vorsorge seien sie daher in hohem Maß von Altersarmut bedroht.