Geld-Geschichte(n) – Teil 4: Turbulente Börsen

In unserer Reihe blicken wir auf die Geschichte der Finanz- und Wirtschaftswelt zurück. Heute: der höchste prozentuale Tagesgewinn aller Zeiten beim Dax am 13. Oktober 2008.

Wenn man sich an das Jahr 2008 erinnert, sind Rekordgewinne an der Börse nicht das erste, an das man denkt. Schließlich ist es als das Jahr des Beginns der Finanzkrise bekannt. Mit dieser hängt aber auch der höchste Tagesgewinn aller Zeiten beim Deutschen Aktien-Index Dax zusammen. Nach Zeiten großer Unsicherheit und fallender Märkte griff die Bundesregierung ein und beschloss an eben diesem Tag den Rettungsschirm für den Finanzsektor von fast 500 Milliarden Euro. Erleichterung ließ die Aktienkurse innerhalb kürzester Zeit steigen: Der Dax legte elf Prozent zu, bis heute ein Rekord.

Aber auch der höchste prozentuale Tagesverlust aller Zeiten fand in dieser Kalenderwoche statt – knapp zwei Jahrzehnte zuvor am 16. Oktober 1989. Für den erst 16 Monate zuvor eingeführten Deutschen Aktien-Index war dies der erste herbe Dämpfer seiner Geschichte. Auslöser war die Nachricht, dass Verhandlungen über die Übernahme von United Airlines geplatzt waren. Angst machte sich breit, dass viele verschuldete Unternehmen nun nicht mehr finanziert werden können. Dies verursachte einen Kurzsturz an der Wall Street, dieser wiederrum sorgte für ein bis heute nicht wieder gesehenes Rekord-Minus von 12,8 Prozent beim Dax.