Geld-Geschichte(n) – Teil 1: Goldiger Rekord

In unserer neuen Serie blicken wir zurück auf markante Daten der Finanz- und Wirtschaftsgeschichte. Welche Ereignisse haben in dieser Kalenderwoche für Schlagzeilen gesorgt?

Wir starten mit einem Datum, das gar nicht so lang zurückliegt – obwohl es aktuell sehr fern wirkt: das Allzeithoch des Goldpreises am 6. September 2011.

Es ist fünf Jahre her, dass die New Yorker Börse an jenem Tag einen Rekord zu verzeichnen hatte. Es handelte sich dabei allerdings nicht um Aktien (die waren – Lehman wirkte nach – noch weit von Rekordständen entfernt), sondern um den Goldpreis. Der Preis der Feinunze erreichte an jenem Tag das bisherige Allzeithoch von 1.920,65 US-Dollar (zum damaligen Kurs 1.395 Euro). Aktuell steht die Feinunze nur noch bei umgerechnet 1.198 Euro.

Der Goldpreis wird durch viele Faktoren beeinflusst, dazu gehören neben Angebot und Nachfrage vor allem der Dollar-Kurs, das Zinsniveau und die Stimmung an den Aktienmärkten. Denn kriseln die Börsen, steigt in der Regel der Goldpreis, weil Anleger einen – man liest es oft – „sicheren Hafen“ suchen. Den genauen Wert der Feinunze bestimmt übrigens die aus Vertretern verschiedener Großbanken bestehende „London Bullion Market Association“ täglich in der britischen Hauptstadt in einer Telefonkonferenz.