Rente erst mit 67? Nicht mit mir!

Wie lange wollen Sie arbeiten? Bis 63, 65 oder noch länger? Viele von uns haben wohl eher ersteres vor Augen. Wenn es nach der Politik geht, soll es hingegen am liebsten letzteres sein. Denn um die leeren Rentenkassen zu entlasten, wird das Rentenalter seit 2012 schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Ein 1970 geborener Arbeitnehmer soll laut den Vorstellungen der Politik also noch bis 2037 arbeiten.

Früher in Rente zu gehen, ist immer mit Abschlägen verbunden – zumindest, was die gesetzliche Vorsorge angeht. „Wer clever plant, kann einen Teil davon ausgleichen“, schreibt die ING-DiBa in einer Übersicht über zur richtigen Strategie für den Vorruhestand.

Die bittere Pille jedoch gleich zu Beginn: Eine Frührente ist gar nicht für jeden, sondern nur unter bestimmten Voraussetzungen beziehungsweise nach ausreichend vielen Jahren mit Zahlungen zur Rentenversicherung machbar. Und selbst wenn man Anspruch auf Frühverrentung hat, muss man es sich leisten können: Der oben erwähnte, 1970 geborene Arbeitnehmer etwa müsse einen Abschlag von 14,4% auf seine Rente akzeptieren, wenn er bereits mit 63 aus dem Berufsleben aussteige – und das ein Leben lang, hat die ING-DiBa nachgerechnet.

Wenn Sie sich ausrechnen wollen, wie viel Altersgeld Sie abhängig von Rentenbeginn erhalten, nutzen Sie den „Rentenbeginn- und Rentenhöhenrechner online“ der Deutschen Rentenversicherung. Wichtig: Hierzu brauchen Sie das aktuelle Exemplar Ihrer jährlichen Renteninformation.

Um die immer häufiger zitierte „Versorgungslücke“, also die Lücke zwischen letztem Einkommen und späteren Rentenzahlungen auszugleichen, braucht es eine passende Strategie. Dies kann eine Altersteilzeit sein, eine zusätzliche private Rentenversicherung oder aber – erklärt bei der ING-DiBa – eine Erhöhung der eigenen gesetzlichen Rente durch Abschlagszahlungen an die Rentenkasse.