Ausdauer lohnt sich nicht nur bei Olympia: Mit 100 Euro zum Vermögen

Der Niedrigzinspolitik zum Trotz: Die Sparquote der privaten Haushalte in Deutschland steigt weiter. 2015 haben die Deutschen 9,7 Prozent ihres verfügbaren Einkommens zurückgelegt. Zwei Jahre zuvor waren es noch 9,1 Prozent. Der aktuelle Wert ist der höchste seit 2010.

Sparbücher und sogar Bundesanleihen sind allerdings lange keine gute Wahl mehr, wenn man sein Geld vermehren möchte. Im Gegenteil: Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik ist die nominelle Rendite zehnjähriger Staatsanleihen Mitte Juni sogar unter null Prozent gefallen. Bei kürzer laufenden Titeln ist der Negativzins schon länger Standard. „Die Investition in zweijährige Papiere ist seit Mitte 2014 durchgängig ein Verlustgeschäft“, stellte die FAZ passend dazu neulich fest.

Wer heute mit seinem Ersparten überhaupt noch positive Renditen erzielen will, braucht eine gewisse Risikobereitschaft. Hierzu eignen sich – gerade für Einsteiger – ganz besonders gut Aktienfonds: Wer in den vergangenen 30 Jahren jeden Monat 100 Euro in Fonds mit Schwerpunkt Deutschland investiert hat, hat heute im Schnitt gut 100.000 Euro angespart. Das entspricht einer Rendite von gut sechs Prozent im Jahr.

Renten- und Mischfonds, aber auch Aktienfonds mit internationalem Anlageschwerpunkt rentierten sich im Schnitt vergleichsweise etwas weniger, wie unsere Grafik zeigt. Auch hier zeigt sich jedoch: Geduld zahlt sich aus. Denn in allen Fällen hatten die Sparer selbst nur 36.000 Euro investiert.

Alle Fondskosten inklusive Ausgabeaufschlag sind in den genannten Zahlen inbegriffen. Wer als Anleger einen Rabatt auf den Ausgabeaufschlag erhält, verbessern also noch seine Rendite. Wichtig zu wissen ist jedoch auch: Von Fonds zu Fonds können die Ergebnisse beträchtlich variieren. Auch sind – darauf muss man immer hinweisen – Renditen aus der Vergangenheit keine Garantie für zukünftige Entwicklungen. Steuerliche Aspekte und die Inflation wurden in der Berechnung übrigens nicht berücksichtigt.

Zum Schluss noch ein aus Anlegersicht wichtiger Vorteil: Fondssparpläne sind ausgesprochen flexibel: Der Anleger ist nicht an feste Laufzeiten gebunden, seine Sparraten kann er jederzeit ändern und bei Bedarf kann er mit Einzahlungen komplett pausieren. Zudem ist das angesparte Kapital grundsätzlich frei verfügbar.