300.000 Euro mehr Falschgeld

Eine beachtliche Summe: Fast 300.000 Euro mehr Falschgeld als im Jahr zuvor haben Ermittler 2015 in Deutschland sichergestellt. Insgesamt summierte sich die Zahl auf fast 112.000 Euro-Falschnoten mit einem Nennwert von 5,54 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es 5,26 Millionen Euro, so neue Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA).

Trotz aller Bemühungen der Notenbanken, mit fälschungssicheren Scheinen (und neuerdings auch Münzen) Kriminellen das Fälschen zu erschweren, steigt die Zahl der Falschgelddelikte immer mehr. Seit 2011 hat sich ihre Zahl mehr als verdoppelt, so die BKA-Bilanz. Trotzdem sei das Falschgeldaufkommen im Vergleich zum Umfang der in Deutschland verfügbaren Banknoten weiterhin als gering zu bezeichnen, so die Experten.

So erkennen Sie Falschgeld

Interessantes Detail der neuen Statistik: Während in der EU die gefälschte 20-Euro-Note am häufigsten registriert wurde (rund 69 Prozent), ist in Deutschland der 50-Euro-Schein die bevorzugte Fälschung. Bei rund der Hälfte aller sichergestellten Falschnoten handelte es sich 2015 hierzulande um einen falschen 50er. Dahinter folgt der 20er (knapp 37 Prozent).

Nur in seltenen Fällen erkennen Privatpersonen Fälschungen, weil wir uns im Alltag unser Bargeld offenbar nicht immer gut genug anschauen. Dabei ist – trotz immer besserer „Qualität“ der Kriminellen – die Mehrzahl der Fälschungen ohne technische Hilfsmittel zu erkennen. Daher rät auch das BKA:

  1. Machen Sie sich mit den Sicherheitsmerkmalen der einzelnen Geldscheine vertraut.
  2. Kontrollieren Sie nicht nur ein Sicherheitsmerkmal, überprüfen Sie immer mehrere.
  3. Nehmen Sie sich bei der Annahme von Geld die Zeit, es hinreichend zu prüfen.

Die wichtigsten Tipps, um Falschgeld zu erkennen, sehen Sie hier bei uns im Video.