Nebenkosten beim Hauskauf beachten

Keine andere Form der Geldanlage ist hierzulande so gefragt wie der Immobilienkauf. 37 Prozent der Anleger würden – die nötigen Mittel vorausgesetzt – 2016 in „Betongold“ investieren, so eine GfK-Umfrage für den BdB zum vergangenen Jahreswechsel. 

Tatsächlich erscheint der Traum von den eigenen vier Wänden aktuell angesichts historisch niedriger Zinsen so günstig realisierbar wie nie zuvor: Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung gibt es vielfach effektiv zu deutlich unter zwei Prozent. Doch aller verlockenden Finanzierungsangebote zum Trotz, sollte der Kaufpreis nicht das alleinig entscheidende Kriterium darstellen. Gerade bei älteren Bestandsbauten erwarten den neuen Besitzer oft teure Reparaturen oder Sanierungen. Ohne das nötige Finanzpolster gerät man da rasch in finanzielle Schwierigkeiten. Prüfen Sie den Modernisierungsbedarf Ihres neuen Traumhauses daher vor dem Kauf sorgfältig. Denn es gilt „gekauft wie gesehen“. Spätere Regressansprüche gegen den früheren Besitzer lassen sich nur schwer durchsetzen. 

Merken Sie sich diese Faustregel für Nebenkosten  

Ein Hauskauf ist für die meisten eine Entscheidung, die sie höchstens ein- oder zweimal im Leben treffen. Entsprechend gering sind die eigenen Erfahrungen mit wichtigen Detailfragen und entsprechend groß leider auch die Gefahr, sich durch unrealistische Planung zu übernehmen. Denken Sie zum Beispiel unbedingt an Extra-Kosten für Notar, Grundbucheintragung, Umzug und (eventuell) Makler sowie an Grunderwerbs- und eventuelle Zweitwohnungssteuer. Als Faustregel gilt, dass die Anschaffungsnebenkosten zusammen nicht selten mehr als zehn Prozent des Kaufpreises ausmachen. Auch die als Eigentümer oft höheren laufenden Kosten vom Abwasser bis zum Schornsteinfeger sollten Sie im Blick behalten.