Gebühren sparen bei Aktien und Fonds

Wertpapiere wie Aktien und Fonds bieten die besten Renditen – das zeigt der langfristige Vergleich immer wieder. Abgesehen von den Anlagerisiken gibt es allerdings noch einen zweiten Punkt, den man im Blick haben sollte: die Gebühren für Kauf und Verwahrung. Denn die zahlen Sie in jedem Fall – unabhängig davon, ob Sie Verluste oder Gewinne einfahren. Das Verbrauchermagazin Finanztip hat Kosten bei verschiedenen Typen von Geldinstituten miteinander verglichen. Das Fazit von Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen: Wer einige wenige Tipps beachtet, kann „massiv Gebühren sparen“ und die Rendite der eigenen Anlage leicht um einige Prozent erhöhen.

Ein Beispiel zeigt die gravierenden Unterschiede. Für den Kauf von Wertpapieren an der Börse in Höhe von 5.000 Euro über die Stadtsparkasse München fielen 50 Euro Gebühren exklusive Spesen an, so Finanztip. Bei einer Onlinebank – hier berechnet am Beispiel des Onlinebrokers Flatex – sind es demnach nur 5,90 Euro. Rechnet man die Gesamtkosten auf zehn Jahre Haltedauer hoch, ist man bei der Sparkasse bei 250 Euro durch jährliche Verwahrungsgebühren. Die Onlinebank erhebt solche Kosten nicht – es bleibt bei einmalig 5,90 Euro. Für manche aktiv gemanagte Fonds, so das Magazin, lägen die Zehn-Jahres-Kosten je nach Institut sogar noch deutlich über den 250 Euro. Das heißt: Ihre Papiere müssten erst einmal mehr als fünf Prozent Gewinn machen, damit die Anlage lohnt.

Wer sein Geld anlegen möchte, sollte laut Finanztip noch weitere Details beachten, um Kosten zu sparen. So können beispielsweise die Ordergebühren, die bei einem Auftrag zum Kauf oder Verkauf verlangt werden, mit der Höhe der Geldanlage variieren. Kleine Stückelungen sind in der Regel teurer. „Achten Sie auf die Order-Mindestgebühren und legen Sie nicht in kleinen Summen an“, rät Tenhagen. Hilfreich für Verbraucher sei es, mit Blick auf Gebühren und Börsenspesen stets Vergleichsportale zu Rate zu ziehen und auch verschiedene Angebote eines Instituts zu vergleichen.

Sollten Sie nun feststellen, dass Ihre Kosten viel zu hoch sind, kann sich ein Wechsel zu einem anderen Institut lohnen. Das muss die Kosten für den Depotübertrag übrigens übernehmen.