Stiftungsfonds – eine attraktive Anlage?

Bill Gates tut es. Tiger Woods. Neuerdings auch Mark Zuckerberg. Die Liste prominenter Stifter und Wohltäter wird immer länger. Auch in Deutschland steigt die Zahl gemeinnütziger Stiftungen - aktuell sind es mehr als 21.000. Viele Menschen wollen damit nicht nur zu Lebzeiten, sondern über ihren Tod hinaus Gutes tun, denn Stiftungen sind meist „auf ewig“ angelegt. Um dauerhaft ihren guten Zweck zu verwirklichen, braucht es ausreichende Mittel. In Zeiten historisch niedriger Zinsen ist dies gar nicht so einfach, denn nach deutschem Recht dürfen grundsätzlich nur die Erträge aus dem Vermögen für den Stiftungszweck verwendet werden.

Sichere Anlagen wie deutsche Staatsanleihen oder Pfandbriefe brachten früher sechs Prozent Zinsen und mehr. Heute liegt die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen bei etwa 0,3 Prozent, kürzerlaufende Staatspapiere kommen sogar auf eine Negativrendite! Anleihen guter Bonität liefern Stiftungen also keine Erträge mehr. Spekulative Anlagen sind ihnen verwehrt, da das Kapital sicher angelegt werden muss. Was tun?

Immer mehr Fondsgesellschaften haben den Bedarf erkannt und bieten auf die Bedürfnisse von Stiftungen angepasste Investmentfonds an. Im Prinzip handelt es sich dabei um Mischfonds, die teils auf Aktien setzen, da diese auf Dauer die höchsten Renditen bieten und durch Dividendenzahlungen regelmäßig Erträge ausschütten. Diese „Stiftungsfonds“ streben nach einem Kompromiss zwischen Kapitalsicherheit und attraktiven regelmäßigen Ausschüttungen. Bisher durchaus mit Erfolg.

Wichtig: Auch auf die Kosten achten!

Gut zu wissen: Auch als privater Anleger können Sie Anteile an solchen „Stiftungsfonds“ bei diversen Fondsgesellschaften erwerben. Sie sind vergleichbar mit Anteilen an Mischfonds oder Aktienfonds - das heißt, Sie können Sie sie jederzeit auch wieder verkaufen. Manche Produkte gelten zudem als mündelsicher. In Zeiten extrem magerer Zinsen können die meisten Stiftungsfonds für langfristig auf Sicherheit und regelmäßige Erträge ausgerichtete Sparer und Anleger interessant sein. Wichtig: Achten Sie, wie bei allen Fonds, auch hier auf die Kosten. Diese muss der Anbieter ja offen ausweisen.