Aktienfonds - sicherer als Gold

Niedrigzinsen, hohe Immobilienpreise - das Spektrum der in Frage kommenden und rentablen Geldanlagen für private Investoren wird geringer. Bleiben vor allem zwei gängige Möglichkeiten: Wertpapiere oder Gold. Die beiden Anlageklassen waren die Spitzenreiter in unserem 2016er-Rendite-Ranking. Nun widmet sich Spiegel-Autor und Finanztip-Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen Pro und Contra.

Sein Votum geht klar Richtung Aktienfonds. Die Rendite bei Gold sei unsicher, so Tenhagen auf spiegel.de, und damit nichts für “normale Anleger”. Denen empfiehlt er Aktienfonds, und hier im Besonderen ETFs, ausgeschrieben Exchange Traded Fonds. ETFs sind im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds besonders günstig, weil sie eins-zu-eins internationale Aktienindizes abbilden und daher weniger Verwaltungsaufwand und Anlageentscheidungen eines (entsprechend zu bezahlenden) Fondsmanagers verlangen. 

Geld in internationalen Indexfonds zu investieren, so der Autor, sei vor allem eine kluge Entscheidung für Anleger, die nicht jeden Tag auf ihr Depot schauen wollen: “Anlegen und sich schlafen legen”, so sein Rat. Weil entsprechende ETFs das Ersparte so breit weltweit verteilten, könne man kurzfristig ruhiger schlummern und sich langfristig über gute Erträge freuen. Dies gelte, so Tenhagen, gerade in politisch unruhigen Zeiten wie diesen.

Allerdings merkt er auch an, dass Sparen mit Wertpapieren ein langfristiges Projekt sein solle – worauf wir hier auch schon häufiger hingewiesen haben. Für 10 bis 15 Jahre sollte man auf das Geld schon verzichten können.

Geduld: die wichtigste Tugend für alle Aktien-Anleger
In der Tat zeigt die historische Erfahrung, dass bei langen Anlagezeiträumen das Verlustrisiko breit gestreuter Fonds- und Aktienanlagen gering ist. Bei einer Haltedauer von 15 Jahren brachte ein Querschnitt an DAX-Aktien im Schnitt meist eine Jahresrendite von 5, teils sogar von bis zu 10 Prozent. Wer sein Depot 25 Jahre ruhen ließ, der konnte in der Vergangenheit gar mit jährlichen Renditen von 7 bis zu mehr als 10 Prozent rechnen. 
Welche Fonds-Kategorien Tenhagen angesichts der aktuellen weltpolitischen und wirtschaftlichen Situation für chancenreich hält und von welchen Investments – neben Gold – “normale Anleger” seiner Meinung nach die Finger lassen sollten, lesen Sie hier in der Kolumne auf spiegel.de.