Steigt der Goldpreis weiter?

Es ist ein bekanntes Phänomen an den Finanzmärkten: In unsicheren Zeiten flüchten Anleger oft in Gold-Investments. Trotz seines Rufs als sicherer Anlage kann man beim Edelmetall - weder in scheinbar ruhigen noch in schwierigen Zeiten - kaum von einer stabilen Wertentwicklung sprechen. Im Gegenteil: Der Goldpreis schwankt stark. So erreichte der Preis für eine Feinunze Gold (31,1 g) im Jahresdurchschnitt 2012 mit 1.298 Euro einen Höchststand, wie unsere Grafik zeigt:

Nach dem 2012er-Höhepunkt ging es bergab. 2014 fiel der Goldpreis sogar wieder deutlich unter 1000 Euro. Im vergangenen Jahr stieg er auf 1.127 Euro im Jahresdurchschnitt. Auch jetzt im Januar bewegte er sich auf diesem Niveau, zog aber Anfang Februar wieder deutlich an. Damit ist Gold aktuell mehr als dreimal so teuer wie vor 15 Jahren und mehr als doppelt so teuer wie vor 10. 

Was Anleger wissen müssen: Gold ist keine klassische Anlage, da es keine Zinsen oder Dividenden abwirft. Eine Rendite lässt sich nur erzielen, wenn der Goldpreis steigt. Im Rahmen einer breiten Vermögensstreuung raten viele Experten daher, dem eigenen Portfolio Gold nur mit etwa fünf bis maximal zehn Prozent beizumischen.