Ombudsmann-Tätigkeitsbericht: Weniger Beschwerden über private Banken

Deutsche Bankkunden sind mit ihren Geldinstituten zufrieden -  das belegt der jetzt veröffentlichte Ombudsmannbericht: „Die Beschwerden von Kunden über ihre Banken werden weniger. Wir befinden uns wieder auf einem normalen Niveau mit erfreulich rückläufiger Tendenz“, sagte BdB-Chef Michael Kemmer diese Woche bei der Vorstellung des aktuellen Tätigkeitsberichts.


2016 gingen demnach 5.582 Schlichtungsanträge bei den Ombudsleuten ein - 17 Prozent weniger als 2015. In den Vorjahren hat es nach zwei Rechtssprüchen des Bundesgerichtshofes (BGH) zur Zulässigkeit von Kreditbearbeitungsentgelten einen außerordentlichen Berg an Beschwerden gegeben. Dieser ist jetzt aber abgearbeitet.

Besonders stark sind 2016 die Meinungsverschiedenheiten zwischen privaten Banken und Kunden im Wertpapiergeschäft gesunken. Nur jede fünfte Beschwerde betraf dieses Segment – gut 60 Prozent weniger als im Vorjahr. Die meisten Beschwerden gab es im vergangenen Jahr wie in den Vorjahren im Kreditgeschäft. Überwiegend ging es dabei um die Frage korrekter Widerrufsbelehrungen bei Immobilienfinanzierungen. Auf den Zahlungsverkehr entfielen rund 20 Prozent der Beschwerden. Sie drehten sich vor allem um Kontoführung.


Das als Verbraucherschlichtungsstelle anerkannte Ombudsmann-Verfahren der privaten Banken gilt als Vorreiter für weitere außergerichtliche Moderationsverfahren in Deutschland: „Es ist seit jeher sehr verbraucherfreundlich und effizient ausgestaltet. Die Bindungswirkung der Schlichtungssprüche unserer Ombudsleute liegt bei 10.000 Euro. Das heißt, die Banken sind verpflichtet, Entscheidungen bis zu dieser Höhe auch umzusetzen.“


Der Ombudsmann-Tätigkeitsbericht erscheint in diesem Jahr in neuer digitaler Form auf bankenombudsmann.de. Hier finden Sie auch alle weiteren wichtigen Verbraucherinfos sowie einen Online-Beschwerdecheck und ein Beschwerdeformular. Zudem lassen sich hier verschiedene Broschüren zum Thema herunterladen oder kostenfrei bestellen.