Kontaktlos per Karte zahlen - bald in ganz Deutschland

Meilenstein für die Digitalisierung des Bezahlens: Mit der girocard soll man noch in diesem Jahr bundesweit kontaktlos bezahlen können. Ein Pilotprojekt im Raum Kassel ist erfolgreich verlaufen, und Millionen Verbraucher haben auch bereits die notwendige neue Generation der girocard erhalten. Bis zum Jahresende sollen es rund 34 Millionen Kunden von Banken und Sparkassen sein. 


Die neuen Karten erlauben das kontaktlose Bezahlen auf Basis des weltweiten Standards Near Field Communication (NFC). Nun stellt auch der Handel seine Infrastruktur um. Mit Esso und Lidl wollen zwei große Marken bereits in diesem Frühjahr alle ihre Kassen NFC-fähig machen. Weitere Händler werden folgen.


Das Bezahlen dauert nicht einmal mehr eine Sekunde
Der Vorteil für den Kunden ist einleuchtend: Beim kontaktlosen Bezahlen muss er die girocard nicht mehr aus der Hand geben und in ein Lesegerät stecken. Es reicht, die Geldbörse mit der Karte einfach vor das NFC-Lesegerät zu halten, schon wird der zu zahlende Betrag vom Girokonto abgebucht. Je nach Art des Terminals zeigt ein optisches oder akustisches Signal an, dass die Transaktion autorisiert wurde. Bei Beträgen bis 25 Euro, die keine PIN-Eingabe erfordern, dauert der Vorgang weniger als eine Sekunde. Das kontaktlose Zahlen wird genauso sicher sein, wie Kartenzahlungen es heute schon sind. Denn es gelten die gleichen bewährten und hohen Sicherheitsmechanismen.

Update 28.2.: 

Laut FAZ ermöglicht die Discount-Kette Lidl ab sofort das kontaktlose Bezahlen. Bei Beträgen bis 25 Euro reiche es, die Karte im Abstand von wenigen Zentimetern vor das entsprechend ausgerüstete Terminal zu halten. Dann werde der zu zahlende Betrag vom Konto abgebucht. Die Tankstellenkette Esso wolle ihre Kassen ebenfalls noch im März umrüsten, so die Zeitung.