Bei 50 Münzen pro Einkauf ist Schluss

Die eigenen Steuerschulden mit 300.000 einzelnen Münzen begleichen - was unglaublich klingt, hat ein US-Amerikaner dieser Tage tatsächlich getan. Um die Behörde zu ärgern, bezahlte er seine Schulden Cent-Stück für Cent-Stück.

Hier in Deutschland ist dies undenkbar: Eine gesetzliche Obergrenze für die Annahme von Münzen regelt, dass niemand mehr als 50 Münzen auf einmal annehmen muss. Das gilt für Geschäfte, Gaststätten, Hotels und Ämter ebenso wie für Privatpersonen. Julia Topar vom Bankenverband erklärt die Regelung im Detail:

Euro-Banknoten hingegen sind gesetzliche Zahlungsmittel in unbegrenzter Höhe. Der verwendete Schein sollte allerdings in einem angemessenen Verhältnis zum Preis der Ware oder Dienstleistung stehen.

Ein Café muss also keine 100-Euro Note annehmen, wenn Sie nur eine Kugel Eis kaufen. Kann der Verkäufer glaubhaft versichern, dass ihm das Wechselgeld fehlt, kann er die Annahme eines Scheins mit hoher Stückelung verweigern.

Und was tun, wenn man all das herumfliegende Kleingeld aus den Hosentaschen daheim gesammelt hat? Entweder geben Sie es nach und nach aus oder bringen es zur Bundesbank. Jeder Bürger kann seine Euro- und Euro-Cent-Münzen in beliebiger Stückzahl bei deren Filialen kostenfrei in Banknoten eintauschen. Eine Übersicht mit Adressen und Öffnungszeiten gibt es auf der Website der Bundesbank.

Sammler übrigens sollten eine Sonderregelung kennen: Für deutsche Euro-Gedenkmünzen (10-Euro-Sondermünzen) gilt, so sie denn im Verkehr auftauchen, ein Höchstbetrag von 200 Euro pro Zahlung.