2016: Top-Renditen mit Aktien und Gold

Aktien und Gold erwiesen sich im vergangenen Jahr als rentable Anlagen. Wer am ersten Handelstag 2016 deutsche Standardaktien aus dem DAX gekauft hatte, konnte sein Geld bis Anfang 2017 im Schnitt um etwa zwölf Prozent vermehren: So wurden aus 10.000 Euro nach einem Jahr etwa 11.200, Kursgewinne und Dividenden zusammengenommen.

Gerade die Jahresendrallye im November und Dezember trug nochmals kräftig zur guten Bilanz des Deutschen Aktienindex bei. Ein zentraler Grund für die stabilen Börsen ist dabei: Es mangelt in Niedrigzins-Zeiten schlichtweg an Anlage-Alternativen.

Auch Goldliebhaber konnten sich 2016 freuen. Das Edelmetall kam im Jahresverlauf auf einen stattlichen Wertzuwachs von etwa elf Prozent. Allerdings zeigte sich auch wieder: Der Goldpreis reagierte empfindlich auf Krisen, auch auf politische – entsprechend stark schwankte er im abgelaufenen Jahr.

Sicherheitsorientierte Anleger mussten sich dagegen mit extrem niedrigen Zinsen begnügen, wie unsere Grafik zeigt:

Die Ursache für die weiterhin mauen Ergebnisse von Sparbuch, Tagesgeld und als ähnlich sicher geltenden Anlagen: Die Niedrigzinsphase hat auch das Jahr 2016 geprägt. Die Leitzinsen in allen wichtigen Märkten der Welt verharrten auf Tiefstständen, einzig die US-Notenbank Fed erhöhte binnen eines Jahr zweimal moderat die Zinsen. Eine Zinswende in Deutschland und der Euro-Zone ist kurzfristig allerdings nicht in Sicht. Auch die seit dem Sommer (auf niedrigem Niveau) steigende Inflation ändert daran vorerst wohl nichts.

Verzinsliche Anlagen boten daher in der Regel deutlich weniger als ein Prozent und werden auch 2017 wahrscheinlich nicht mehr abwerfen. Das gleiche Bild bei Bundesanleihen oder Bundesobligationen: Eine reale Rendite mit konnte man 2016 sogar nur noch durch Kursgewinne erzielen, da es kaum noch eine Verzinsung für die Papiere gibt.

Hinweis: Die Berechnung berücksichtigte keine möglichen Steuern und Transaktionskosten.