Klares Votum Pro-EU

In Deutschland wächst die Zustimmung zur Europäischen Union – trotz Nationalismus-Debatten, Wahlerfolgen extremistischer Politiker und in manchen Teilen anhaltend wirtschaftlicher Instabilität. Trotzdem: “Die Bundesbürger zweifeln nicht am Nutzen Europas“, so BdB-Präsident Hans-Walter Peters. Nach einer repräsentativen Umfrage des Bankenverbandes sind 45 Prozent der Deutschen der Auffassung, dass ihr Land von der EU-Mitgliedschaft profitiert. 

Im Vergleich zum Jahr 2010, als die Staatsschuldenkrise kulminierte, hat sich diese Zahl nahezu verdoppelt. Die EU erreicht damit die höchsten Zustimmungswerte seit 25 Jahren. Nur einer von sieben Befragten sagt noch, dass die Mitgliedschaft Deutschlands in der Union einen Nachteil bedeutete. 

75 Prozent der Deutschen wollen in der EU bleiben

„Nationale und nationalistische Strömungen, die zum Brexit geführt haben und auch die europäischen Wahlkämpfe bestimmen, täuschen darüber hinweg, dass die Europäische Union den Bürgern handfeste Vorteile bringt”, so Peters. Zur positiven Wahrnehmung trägt sicherlich auch die insgesamt stabilisierte Wirtschaft bei. Das Wirtschaftswachstum in der EU lag 2016 mit 1,9 Prozent sogar geringfügig über dem der USA. 2017 allerdings dürften die Vereinigten Staaten Europa in puncto Konjunktur wieder abhängen. 

Ökonomische Stabilität sei jedoch nur einer der Gründe, wieso die Deutschen auf die EU setzten, so Peters. Die positive Grundeinstellung sei noch deutlich tiefer verwurzelt: „Die Bedeutung Europas für politische Stabilität und kulturelle Identität ist im Bewusstsein der deutschen Bevölkerung verankert.“ 

Dazu passt auch die Antwort auf die Frage, ob sie in einem Referendum für einen Verbleib in der EU stimmen würden. Drei von vier Bundesbürgern antworteten in der BdB-Befragung mit ja. Lediglich jeder Zehnte würde für einen Austritt votieren.