Zeitungswettbewerb „Jugend und Wirtschaft“ – das sind die Gewinner!

In Flaschen verpackte Luft, Implantate aus dem 3D-Drucker und Sicherheitsfolien zum Schutz der Kanzlerin – was diese Themen gemeinsam haben? Um sie drehen sich die Gewinner-Artikel des diesjährigen Schülerwettbewerbs „Jugend und Wirtschaft“ des Bankenverbandes und der Frankfurter Allgemeiner Zeitung (F.A.Z.). Am 13. September fand in Berlin die Preisverleihung mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, Hans-Walter Peters, Präsident des Bankenverbands, F.A.Z.-Herausgeber Holger Steltzner und Andreas Barner, Kuratoriumsvorsitzender der FAZIT-Stiftung, statt.

Ein Schuljahr lang haben sich die Schüler im Unterricht mit Wirtschaftsthemen beschäftigt. Als „Hilfsmittel“ erhielten sie ein vom Bankenverband gesponsortes kostenloses Abonnement der F.A.Z. Bei dem Projekt ging es nicht nur darum, den Wirtschaftsteil der Zeitung zu analysieren – die Jugendlichen hatten zudem die Chance, eigene Artikel zu veröffentlichen.

Erschienen sind ausgewählte Beiträge monatlich auf der Sonderseite „Jugend und Wirtschaft“ im Wirtschaftsteil der F.A.Z. Die besten von ihnen wurden nun gekürt: Sie stammen von Mia Lebbäus vom Berufskolleg Siegburg, Arne Torikka vom Gymnasium Ohmoor in Hamburg und Paul Hermann vom Hans-Böckler-Berufskolleg in Münster. Alle drei erhielten als Anerkennung ein iPad.

Nicht nur einzelne Autoren sind ausgezeichnet worden. Die mit jeweils 2.500 Euro dotierten Schulpreise gingen an das Landgraf-Ludwigs-Gymnasium Gießen, das Berufskolleg Siegburg und das Gymnasium Ohmoor in Hamburg.

Mit Blick auf die Veränderungen in der Arbeitswelt ermuntert Ministerin Andrea Nahles (SPD) die Preisträger. „Heute ist eine Ausbildung vor allem die Grundlage, um weiter zu lernen. Wir brauchen Leute die neugierig sind, die Neues wagen und dabei die Folgen für die Gesellschaft nicht aus dem Blick verlieren.“
 

Lesen Sie hier die Gewinner-Beiträge:

Kann eine Polyesterfolie Menschenleben retten? Paul Hermann vom Hans-Böckler-Berufskolleg in Münster betrachtet in seinem Artikel „Wider die Zersplitterung“ die Sicherheitsfolien der Firma Haverkamp – die sogar die Kanzlerin schützen.

600.000 gefärbte Eier pro Tag – das ist die Bilanz der Firma Baumeister Frischei in Breckerfeld (NRW), die 1973 die erste automatisierte Eierfärbemaschine entwickelte. Warum es diese Branche nur in Deutschland gibt, beschreibt Mia Lebbäus vom Berufskolleg Siegburg in ihrem Beitrag „Zu Ostern werden die Eier in Schale geworfen“.

Implantate, die aus dem 3D-Drucker kommen und sich selbstständig auflösen – zu diesem Thema hat Arne Torikka vom Gymnasium Ohmoor in Hamburg recherchiert. Sein Artikel „Manche Technik fährt uns in die Knochen“ erklärt die Arbeitsprozesse dahinter – und warum sich die Branche vor Donald Trump fürchtet.

Ebenfalls von Arne Torikka stammt der Gewinnerbeitrag „In Kanada können Chinesen Luft holen“. Smog-geplagte Asiaten atmen abgefüllte Frischluft aus Flaschen ein, die im Gebirge oder am Meer eingefangen wurde. Die Lufthändler verkaufen dabei nicht nur puren Sauerstoff, sondern auch Flaschenluft mit dem Geschmack von Erdbeere, Traube oder „Root Beer“…