Deutsche nehmen mehr Kredite für ihre Immobilien auf

Historisch niedrige Zinsen sorgen dafür, dass in Deutschland die eigenen vier Wände begehrt sind wie selten zuvor. So sind die Preise für Häuser und Wohnungen zwischen 2010 und 2016 um rund 50 Prozent gestiegen; so eine Umfrage der Bundesbank und der Finanzaufsicht BaFin unter Geldinstituten. Der durchschnittliche Zinssatz für Immobilienkredite ist, über alle Laufzeiten gerechnet, in der gleichen Zeit von 2,4 auf 1,7 Prozent gesunken.

Gleichzeitig ist das Kreditvolumen gewachsen, wie Spiegel Online berichtet: Durchschnittlich 110.000 Euro haben die Deutschen im vergangenen Jahr für eine Immobilie aufgenommen – das sind fast 20 Prozent mehr als zwei Jahre zuvor. „Darin spiegeln sich die gestiegenen Immobilienpreise“, so das Magazin.

„Was die Kreditwürdigkeit der Kunden angeht, sehen die Banken trotz des Booms keine Anzeichen für eine Verschlechterung“, schreibt das Magazin. Die Bundesbank mahnt jedoch zur Vorsicht. Banken und Sparkassen seien „tendenziell bereit, höhere Risiken einzugehen“. Bislang sei diese Tendenz allerdings gering, sagt Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret; eine Immobilienpreisblase sieht seine Behörde aktuell nicht. „Aber wir müssen besonders wachsam bleiben.“