Achtung, Falle: Abgezockt am Geldautomaten

"Geld­abheben im Ausland: Vorsicht!", warnt Finanztest. Immer häufiger komme es vor, dass Touristen an Geldautomaten in Nicht-Euro-Ländern in eine Falle liefen: Die Geld­automaten schlagen eine Sofortum­rechnung in die Heimatwährung vor – ein scheinbar netter "Service", der dem Reisenden aber oft einen hohen Verlust beschert. Denn bei dieser Form der Umrechnung dürfen die Automatenbetreiber den Wechsekurs selbst festlegen und streichen teils satte Provisionen ein. In der Spitze sind dies über 12 Prozent, hat das Magazin recherchiert und schreibt von "moderner Wegelagerei".

In 11 von 13 Ländern sei bei dem Test diese sofortige Umrechnung angeboten und immer teurer gewesen als die spätere Ab- beziehungsweise Umrechnung über die Hausbank. Zwischen 2,6 und mehr als 12 Prozent Aufschlag müssen Kunden bei dieser Form des Geldabhebens draufzahlen.

In europäischen Ländern, die nicht den Euro als Währung haben, sollten Reisende daher am Geldautomaten immer die Abrechnung in der Landeswährung wählen. Auf jeden Fall lohnt ein genauer Blick, denn oft sei die richtige Auswahl nicht unbedingt selbsterklärend. Teils sei sie sogar bewusst irreführend, „zum Teil wird dreist gelogen“. Besonders teuer war das Abheben mit Sofortumrechnung demnach in Großbritannien, Polen, Tschechien und Ungarn.

Wichtig zu wissen: Die Sofortumrechnung in Euro bieten nicht nur Geldinstitute an, sondern vielerorts auch ausländische Geschäfte und Hotels. Und dies gilt nicht nur – wie es in der Vergangenheit manchmal hieß – in Osteuropa, sondern laut den Testern auch in Großbritannien und der Schweiz. Auch in Geschäften und Hotels seien die Informationen oft sehr intransparent und der Aufschlag auf den Wechselkurs erst auf auf dem Kassenbon erkennbar gewesen.