Schwächelnder Dollar: USA-Urlauber können Schnäppchen machen

Gute Nachrichten für alle, die in diesem Sommer eine USA-Reise planen: Der Euro ist im vergangenen halben Jahr gegenüber dem US-Dollar um fast 15 Prozent gestiegen. Ende Dezember war der Euro nah dran an der Ein-Dollar-Parität. Ende Juli stand der Kurs bei fast 1,18 US-Dollar. Das heißt für US-Reisende aus Euro-Ländern, dass sie im Vergleich für einen Euro entsprechend mehr Waren und Dienstleistungen vor Ort bekommen.

Zwei Ursachen warum der Euro zulegt

Der Grund für die neu gewonnene Stärke gegenüber dem Dollar: Vor einem halben Jahr galt der Euro noch als deutlich unterbewertet. Dies hat sich aufgrund von zwei Entwicklungen geändert:

  • durch bessere Wirtschaftsperspektiven in großen Teilen Europas
  • durch die Erwartung, dass die EZB ihren geldpolitischen Kurs der Nullzinspolitik in absehbarer Zeit ändern könnte. Die US-Notenbank Fed hat diesen Kurswechsel bereits vollzogen. Im Euroraum liegt der Leitzins seit März 2016 konstant bei null Prozent.

1,18 Dollar pro Euro sind übrigens – mit Blick auf die Vergangenheit – noch lange kein Rekordwert: Seit der Einführung des Euro als Buchgeld 1999 gab es immer wieder große Schwankungen gegenüber dem Dollar: 2008 gab es fast 1,60 Dollar für einen Euro. Mehr Kursdetails bietet unser historischer Währungsrechner.