Unsere Ferien sind uns lieb und teuer: Deutsche leisten sich mehr Urlaub

In den ersten fünf Bundesländern ist es schon so weit: Die “großen Ferien” haben begonnen. Und in diesem Sommer werden die Deutschen ihrem inoffiziellen Titel als “Reiseweltmeister” wieder gerecht: Die Mehrheit plant, sich den Urlaub einiges kosten zu lassen: Über ein Drittel der Deutschen hat demnach mehr Geld fürs Reisen zur Verfügung als 2016, so eine Umfrage der norisbank. Im Vorjahr hatten nur 18 Prozent der Befragten angegeben, mehr Geld für den Urlaub ausgeben zu können als 2015.

So investiert in diesem Jahr ein Drei-Personen-Haushalt im Schnitt etwa 3.400 Euro in den Urlaub. Das sind rund zwölf Prozent mehr als noch 2015. Vor zwei Jahren flossen durchschnittlich rund 3.000 Euro in die “schönsten Wochen des Jahres”.

Eine zweite Entwicklung stützt den Trend: Nur rund jeder Fünfte der von der norisbank Befragten hat 2017 weniger Geld zum Reisen zur Verfügung als im Vorjahr. 2016 galt dies noch für jeden Dritten. Der Anteil ist also rückläufig. Das gleiche gilt für die Zahl derer, die komplett auf Urlaubsreisen verzichten (2017: 15 Prozent, 2016: 24 Prozent).

Interessante Randnotiz der Studie: Fast jeder zweite würde eine Welt-, Fern- oder Traumreise auf Kredit finanzieren – sicherlich eine Folge der Niedrigzinsen und der damit, zumindest scheinbar, weniger komplizierten Tilgung. Vom Urlaub auf Pump allerdings rät der Bankenverband ab: Wer verreisen möchte, sollte das nötige Geld auf der hohen Kante haben. Ist dies nicht der Fall, suchen Sie sich lieber ein günstigeres Reiseziel. Und ganz ehrlich: Macht es Spaß, am Strand zu liegen und zu wissen, dass man die schöne Zeit das ganze nächste Jahr abstottert?