Günstiges Urlaubsgeld – so vermeiden Sie unnötige Kosten

Die Deutschen gelten nicht nur als „Reiseweltmeister“, es zieht sie dabei auch häufiger in die Ferne: Jeder Siebte macht mindestens einmal pro Jahr Urlaub außerhalb Europas, so das Ergebnis einer repräsentativen Statista-Umfrage – bei den 18- bis 29-Jährigen gilt das sogar für rund jeden Fünften. Allerdings pflegen gerade die unter 30-Jährigen eine besondere Form der Urlaubskasse. Denn laut einer TNS-Emnid-Erhebung im Auftrag der Postbank nehmen in dieser Altersgruppe 95 Prozent der Befragten vorwiegend Bares mit auf Reisen. Bankkarten lassen sie dagegen deutlich öfter daheim als Ältere.

Das ist allerdings leichtsinnig, denn bei einem Diebstahl der Geldbörse ist alles futsch; das Kartenkonto lässt sich dagegen umgehend sperren, bevor Unbefugte etwas abheben können. Experten empfehlen darum einen Mix: Maximal 100 bis 150 Euro Bargeld sowie Kredit- oder EC-Karte, am besten beides. Ob man dabei das Bare lieber gleich in Landeswährung mitnimmt, ist Ansichtssache. In der Regel erhalten Touristen im Urlaubsland bessere Wechselkurse, allerdings benötigen sie gewisse Beträge oft schon unmittelbar nach der Einreise, etwa für ein Taxi vom Flughafen. Zwar findet man auch dort Wechselmöglichkeiten, doch nicht selten bieten diese schlechtere Konditionen als Anbieter am eigentlichen Zielort.

Bedenken Sie auch: Für jede Transaktion wird in der Regel eine Kommission fällig, meist mit einer festen Mindestgebühr. Je öfter Sie also abheben, desto teurer wird es. Verzichtet der Anbieter dagegen auf eine Kommission, bietet er sehr wahrscheinlich einen ungünstigen Wechselkurs an. Als Urlauber sollten Sie darum auch eine gewisse Ahnung von den aktuell adäquaten Kursen haben. Solche (und viele weitere wichtige) Informationen bietet beispielsweise die kostenlose App „Reise + Geld“ des Bankenverbands.

Achtung vor versteckten Kostenfallen

Sehr wichtig beim Abheben ist zudem, auf versteckte Kostenfallen zu achten. So deckte Stiftung Warentest bereits im Vorjahr eine Masche auf, die auch in EU-Ländern mit eigener Währung beliebt ist, zum Beispiel Großbritannien oder Tschechien. Dort bieten Geldautomaten (aber auch Restaurants oder Geschäfte bei Kartenzahlung) die Option, den geforderten Betrag vor der Buchung umzurechnen, von der Landeswährung in Euro. Das klingt zwar wie eine transparente Serviceleistung, durch die man die Kosten im Blick behält. Doch dafür werden horrende Aufschläge fällig, mitunter liegen sie gar im zweistelligen Prozentbereich!

Die gute Nachricht: Wer all diese (überschaubaren) Ratschläge beachtet, der hat beste Aussichten auf entspannte und zudem günstige Ferien – egal, womit dort bezahlt wird …