So bekommen Sie auch im Alter noch Kredite

Im Alter eine Immobilie zu finanzieren, ist schwieriger geworden. Die sogenannte Wohnimmobilienkreditrichtlinie legt fest, dass Banken Kredite verweigern können, wenn Darlehensnehmer sie zu Lebzeiten voraussichtlich nicht mehr zurückzahlen können. So reizvoll angesichts der aktuellen Niedrigzinsen langfristige Immobilienfinanzierungen sind, für die Generation 50+ werden sie damit häufig schwieriger.

In der Vergangenheit war es üblich, dass Kreditinstitute zu erwartende Wertzuwächse einer Immobilie bei der Entscheidung über eine Finanzierung berücksichtigen konnten. Die neue gesetzliche Vorgabe ist hier strenger. Kritiker mahnten bereits bei der Einführung der Richtlinie 2016, dass sie zu weit gehe und dazu beitrage, dass viele Deutsche ein Eigenheim oder eine Renovierung nicht mehr finanzieren könnten. Gerade Durchschnittsverdiener und eben Rentner seien betroffen, weil bei ihnen das Ausfallrisiko eines Kredits künftig höher bewertet werden müsse, kritisierte damals etwa die Süddeutsche Zeitung.

Wie ältere Kreditnehmer leichter (beziehungsweise günstiger) an einen Kredit kommen, hat nun die Postbank aufgelistet:

  • Wichtig sei zunächst das Eigenkapital. Auch Einmalzahlungen aus einer Lebensversicherung würden beispielsweise als Eigenkapital bewertet – diese im Beratungsgespräch zu erwähnen, könne also die Konditionen verbessern.

  • Zum Eigenkapital zählen auch Bauspar-Guthaben samt Fördergeldern. Auch diese sollte man im Blick haben, genauso wie eine eventuelle Riester-Förderung.

  • Hilfreich könnten auch, so die Bank, „höhere Tilgungsraten von drei oder mehr Prozent und auch Sondertilgungen” sein. Beides verkürzt die Darlehenslaufzeit – und damit die Chance auf eine Kreditzusage.

Weitere Hinweise für ältere Kreditnehmer gibt es hier auf postbank.de.