Achtung vor Finanztipps per YouTube oder Facebook

Die Süddeutsche Zeitung warnt vor Finanztipps von undurchsichtigen Quellen via Social Media. Auf Videokanälen wie Youtube, bei Facebook und in Blogs geben immer häufiger Laien Ratschläge zur Geldanlage. “Das Publikum vertraut ihnen - doch das kann gefährlich werden”, so die Zeitung. Mancher der selbsternannten Finanzberater habe hohe fünfstellige Follower- und Fanzahlen, und das trotz nicht selten unklarem Hintergrund und zweifelhaften Motivationen. Laut der Zeitung gebe es in dem Metier auch einige Anbieter, “die für Zockerprodukte werben und Apps anpreisen, an denen sie mitverdienen. Anleger sollten deshalb vorsichtig sein, und die vorgestellten Finanzprodukte prüfen.”

Auf den ersten Blick mag es überraschen, dass die Finanztipps aus dem Social Web verfangen, sind die Deutschen beim Thema Geld doch eigentlich sehr vorsichtig. Doch die emotionale, direkte Art der oft in Kurzvideos präsentierten Tipps und der im Social Web typische kollegiale Ton kommt offenbar an.

Wenig Chancen, schwarze Schafe zu stellen

Umso mehr ist Vorsicht geboten: “Wenn die Laien-Ratgeber in ihren Videos oder auf ihren Webseiten mithilfe eines Disclaimers die Haftung ausschließen, haben die Nutzer in aller Regel nichts gegen sie in der Hand, auch dann nicht, wenn sie einen Teil ihres angelegten Geldes verlieren sollten”, warnt die Süddeutsche. Und selbst wenn sich ein Laien-Berater falsch oder gesetzeswidrig verhält und zum Beispiel unzulässigerweise Anlageberatung macht, ist immer noch die Frage, ob man an ihn heran kommt, wenn man Vermögen verloren hat. So reizvoll mancher “heißer” Aktien-Tipp bei YouTube auch sein mag – das Risiko steht oft in keinem Verhältnis.