Der richtige Umgang mit ETFs: Diese Fehler sollten Sie vermeiden

Drei Buchstaben sind bei Anlegern derzeit en vogue: ETF. Darunter versteht man eine besondere Gattung von Investmentfonds, das Akronym  steht für “Exchange-traded fund”, zu Deutsch “an der Börse gehandelter Fonds”. In der Regel bilden ETFs 1:1 einen Wertpapierindex ab – daher auch der Name Indexfonds. ETFs sind flexibel handelbar und die Wertentwicklung ist transparent. Außerdem sind die Kosten verhältnismäßig niedrig, weil kein Fondsmanager Tag für Tag für die Auswahl der Wertpapiere bezahlt werden muss.

Entsprechend gefragt sind ETFs: Laut FAZ flossen 2016 weltweit 375 Milliarden Dollar in diese Anlageform – fast 30 Milliarden mehr als im Jahr zuvor. Doch Vorsicht: Auch bei ETFs gibt es Tücken, wie das Finanzportal biallo.de erklärt.

Überbewertung einzelner Aktien

Ein Großteil der ETFs bilden bekannte Indizes ab, beispielsweise den DAX oder den Euro Stoxx 50. Der Index gewichtet die Aktien entsprechend der Größe eines Unternehmens, nicht nach seiner tatsächlichen Qualität. Gerät ein großer Konzern unvermittelt in eine Krise, kann das einen Index stark belasten. Verteilen Sie Ihr Vermögen daher sicherheitshalber auf verschiedene, möglicherweise gar gegensätzliche Indizes.

Fake-Aktien im Fonds

Nein, es gibt nicht nur die derzeit heiß diskutierten Fake News. In der Finanzbranche gibt es auch sogenannte Fake Aktien. Einige ETFs investieren nämlich nicht in tatsächliche Aktienindizes, sondern in beliebige Wertpapiere und Derivate (vereinfacht gesagt sind das Wetten auf Kursentwicklungen). biallo.de erklärt die Hintergründe und Risiken. Kurz gesagt: Börsen-Laien bleiben lieber bei “klassischen” ETFs.

Zu häufiges Handeln und der falsche Zeitpunkt

Nicht nur der ETF kann ein Risiko sein, wie das Finanzportal erläutert, auch das Anlageverhalten birgt Gefahren – beispielsweise das sogenannte Market Timing. Die einfache Handhabung der ETFs verleitet dazu, durch häufige An- und Verkäufe Gewinne erzielen zu wollen. Das ist allerdings das Gegenteil der ursprünglichen Idee eines passiven Indexfonds wie dem ETF. Dessen eigentliches Ziel ist es, längerfristig in Indizes zu investieren. Also lieber weniger an- und verkaufen, dafür aber mit Beständigkeit punkten. Auch hier gilt die Börsenweisheit “Hin und her macht Taschen leer”.

Keine ausgewogene Depot-Zusammensetzung

Seien Sie sich als Anleger bewusst, dass ETFs nicht die einzige Möglichkeit zum Investieren sind. Setzen Sie zur Risikostreuung auch auf andere Anlageklassen, um eventuelle Börsenkrisen abzufedern.