Teurer als gedacht: Nebenkosten beim Hauskauf

Es ist einer der “beliebtesten” Fehler beim Immobilienkauf: nur auf den reinen Kaufpreis zu achten. Was viele vergessen, ist, dass mit dem Betrag Haus, Wohnung oder Grundstück noch nicht finanziert  sind.

Denn während die Zinsen gesunken sind, haben die mit dem Kauf verbundenen Nebenkosten zugelegt und sind oft höher als zunächst gedacht. So ist inzwischen die Grunderwerbsteuer in einigen Bundesländern auf 6,5 Prozent gestiegen. Die Maklercourtage kann bis zu sieben Prozent erreichen. Rechnet man Kosten für Notar und Grundbucheintrag dazu, sind Nebenkosten von über 15 Prozent möglich. Bei 300.000 Euro Kaufpreis bedeutet das Zusatzkosten von 45.000 Euro. Die wichtigsten Nebenkosten finden Sie hier im Überblick:

Damit nicht genug: Ausgaben für den Umzug, eine neue Küche oder technische Modernisierungen kommen noch hinzu. Gerade bei älteren Bestandsbauten erwarten Sie zudem oft teure Reparaturen oder Sanierungen. Nicht zu vergessen laufende Belastungen für Müll, Wasser und Abwasser sowie, wenn die Immobilie nicht Ihre erste ist, die vielerorts eingeführte Zweitwohnungssteuer. Ohne das nötige Finanzpolster drohen da rasch finanzielle Engpässe.

Gekauft wie gesehen – darauf sollten Immobilienkäufer achten

Käufer oder Bauherren sollten daher immer ausreichende Eigenmittel bereithalten und zumindest die Erwerbs-Nebenkosten mit Eigenkapital finanzieren können. Und: Nehmen Sie Ihr das Wunschobjekt vor dem Kauf genau unter die Lupe, denn es gilt „gekauft wie gesehen“. Spätere Schadenersatzansprüche gegen den früheren Besitzer werden Sie in der Regel nur schwer durchsetzen können. Unser Tipp: Stellen Sie eine Checkliste mit zusätzlichen Kosten und deren zu erwartender Fälligkeit auf.