Von Kinderkonten bis Taschengeld: richtige Geldanlage für Kinder

Das war’s schon wieder mit der Ferienzeit… Für hunderttausende Kinder startet nun ein neuer Lebensabschnitt – die Schulzeit. Damit stellen sich auch finanzielle Fragen. Beispielsweise: Aber ab wann sollten Kinder überhaupt Taschengeld bekommen?

Auch wenn die Entscheidung allein bei den Eltern liegt, so gibt es doch Empfehlungen. Vorschul- und Schulkindern bis sechs Jahren sollten ein kleines Taschengeld von 50 Cent pro Woche, so die Taschengeldtabellen der Jugendämter (Quelle: t-online.de). Auf die Art können sich Kinder vom eigenen Ersparten Kleinigkeiten wie Süßigkeiten, Sticker oder Sammelkarten kaufen und lernen früh mit Geld umzugehen.

Darum ist ein Kinderkonto so sinnvoll

Eltern sollten sich zudem überlegen, ein sogenanntes Kinderkonto einzurichten, auf das der Nachwuchs Taschengeld oder Geldgeschenke von Verwandten einzahlen kann. Einige Banken bieten solche Konten ab dem siebten Lebensjahr an – dann sind Kinder beschränkt geschäftsfähig. Das Konto läuft grundsätzlich auf Guthabenbasis. Der Begriff drückt aus, dass die Bank Überweisungen oder Lastschriften nur dann ausführt, wenn das Konto gedeckt ist, also ein entsprechendes Guthaben aufweist. Das gleiche gilt für Bargeld-Abhebungen.

Weitere Besonderheit von Kinderkonten: Die Erziehungsberechtigten haben bis zur Volljährigkeit des Kindes die Kontoverantwortung. Das heißt, sie können genau festlegen, welche Rechte ihr Kind hat – ob es also Geld abheben darf, Kontoauszüge ausdrucken, ob es ein Bankkundenkarte erhält….

Auch eine Kreditkarte können Kinder bekommen – allerdings nur die Prepaid-Variante, die mit einem bestimmten Betrag aufgeladen wird. “Normale” Kreditkarten werden erst ab der Volljährigkeit ausgegeben. Prepaid-Karten sind zum Beispiel sinnvoll, wenn Kinder oder Jugendliche zum Schüleraustausch vorübergehend ins Ausland gehen. Ist das Guthaben aufgebraucht, können Eltern das Konto von daheim wieder aufladen.

Früh für später vorsorgen

Ob für die Ausbildung, für das erste Auto oder – ganz langfristig gedacht – für die Rente: Wer Geld für den Nachwuchs anlegen möchte, sollte damit früh anfangen. Aktienfonds oder Aktiensparpläne bringen Rendite und die Langfristigkeit der Geldanlage mindert das Risiko. Wichtig zu wissen: Das Geld gehört ausschließlich dem Kind. Eltern können nur an das Ersparte heran, wenn sie davon für ihr Kind zum Beispiel einen Auslandsaufenthalt oder einen Führerschein finanzieren.