Banking-Trend „Robo Advice”: Zukunftsthema für Banken – und Kunden

„Die Digitalisierung hält Schritt für Schritt Einzug in das Wertpapiergeschäft, das sehen wir auch auf der CeBIT“, so BdB-Chef Michael Kemmer mit Blick auf die diese Woche in Hannover abgehaltene  IT-Leistungsschau. 

Ein großes Thema dabei ist „Robo-Advice”, also auf Algorithmen und Computer-Intelligenz basierende Anlage- und Finanzberatung. Dazu können Fonds-Empfehlungen zählen oder vom Computer vorgeschlagene Kreditangebote. Etablierte Akteure im Banking nutzen diese Technologien genauso wie „FinTechs”, wie Digital-Startups im Finanzumfeld heißen.

Wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Bankenverbandes ergeben hat, kennen 90 Prozent der Deutschen den Begriff „Robo Advice“ allerdings noch gar nicht. Das jedoch heißt nicht, dass sie damit noch nicht in Berührung gekommen sind: Die einen haben bereits über spezielle Apps Geld angelegt, die anderen Online-Plattformen ihrer Bank genutzt – ohne dabei dem Label Robo Advice zu begegnen. 


Der größte Profiteur dürfte der Kunde sein 

Kemmer: „Obwohl Robo-Advice gerade erst aus den Kinderschuhen herauswächst, zeigt sich bereits: Digitale Angebote zur Vermögensanlage sind für Banken wie FinTechs ein Zukunftsthema. Das Wachstumspotenzial ist groß.“ Beide Welten kommen hier zusammen und finden neue Formen der Kooperation. Und der größte Profiteur könnte schlussendlich der Kunde sein – wenn der von individuell zugeschnittenen, aktuellen und günstigen Angeboten rund um die private Geldanlage profitiert.

Um die Digitalisierung der Branche voranzubringen, hat der Bankenverband bereits im April 2016 mit dem „Kommunikationsforum Digital Banking“ für FinTechs und Banken eine eigene Austauschplattform geschaffen. „Das funktioniert sehr gut und beide Seiten konnten daraus bereits viel mitnehmen“, wie Kemmer betont. Ganz aktuell positionieren sich Bankenverband und FinTechs im gemeinsamen Positionspapier zu Chancen und Herausforderungen von Robo Advice (Download siehe unten).