Branchenüberblick

Banken Frankfurt am Main in der Nacht

Die in Deutschland tätigen Kreditinstitute lassen sich nach der Art der Geschäftstätigkeit oder nach der Rechtsform unterteilen.

Art der Geschäftstätigkeit

Universalbanken bieten grundsätzlich alle Bankgeschäfte an, die nicht durch Gesetz bestimmten Spezialbanken vorbehalten sind. Dies sind vor allem das Einlagen- und Kreditgeschäft, das Wertpapier-, und Depotgeschäft, der Zahlungsverkehr sowie das Kartengeschäft.

Spezialbanken konzentrieren sich auf bestimme Geschäftsarten. Hierzu zählen beispielsweise Realkreditinstitute, Bausparkassen oder Kfz-Finanzierungsbanken. Daneben gibt es einige Banken mit Sonderaufgaben wie die Kreditanstalt für Wiederaufbau sowie öffentlich-rechtliche Förderinstitute wie z. B. Bürgschaftsbanken.

Art der Rechtsform

Nach der Art der Rechtsform lässt sich die deutsche Kreditwirtschaft in private Banken, genossenschaftlich organisierte und öffentlich-rechtliche Kreditinstitute aufteilen.

Private Banken

Entsprechend der Statistik der Deutschen Bundesbank lässt sich der private Bankensektor in Großbanken, Regionalbanken und sonstige Kreditbanken sowie Zweigstellen ausländischer Banken unterteilen.

Zu den deutschen Großbanken gehören die Deutsche Bank AG,  Commerzbank AG, Postbank AG und die UniCredit Bank AG. Neben ihrer internationalen Ausrichtung verfügen sie über eine herausgehobene Stellung im Privatkundengeschäft, im Kreditgeschäft mit Firmenkunden sowie bei der Börseneinführung von Unternehmen. Über ihre Tochtergesellschaften sind sie auch im Versicherungs- und Bauspargeschäft tätig. Großbanken bieten somit bundesweit sämtliche Bankdienstleistungen aus einer Hand und verfügen über ein flächendeckendes Filialnetz.

Zu den Regionalbanken und sonstigen Kreditbanken gehören rund 180 Banken, die ihre Dienstleistungen früher überwiegend in einer bestimmten Region anboten. Heute trifft dies nur noch zum Teil zu. Die meisten Regionalbanken mit den unterschiedlichsten Geschäftsmodellen sind inzwischen bundesweit tätig. Hierzu zählen auch Institute aus der Teilzahlungsbranche, Tochterbanken ausländischer oder inländischer Mutterbanken. In diese Gruppe gehört auch die bedeutende Sparte der Privatbankiers, also Banken, die in der Rechtsform der oHG, der Kommanditgesellschaft oder KGaA geführt werden.

Die Präsenz von ausländischen Banken in Deutschland durch Zweigstellen hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen, weil das Bankgeschäft insgesamt immer internationaler geworden ist. Auslandsbanken betreuen jedoch längst nicht mehr nur die Unternehmen des jeweiligen Heimatlandes, sondern bieten eine breite Palette von Produkten für Privat- und Firmenkunden.

Genossenschaftsbanken

Die mehr als 1.000 Banken des Genossenschaftssektors sind mitgliedschaftlich in der Rechtsform der Genossenschaft geführt. Sie sind auch bekannt unter den Namen Volksbanken, Raiffeisenbanken oder Sparda-Banken. Ihre regionale Geschäftstätigkeit ähnelt den Tätigkeiten der Sparkassen. Das überregionale Geschäft mit Großkunden und institutionellen Anlegern nehmen die Zentralbanken (DZ Bank oder WGZ Bank) wahr.

Öffentlich-rechtliche Institute

Zur Gruppe der öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute zählen Sparkassen und Landesbanken.Die rund 430 Sparkassen Deutschlands verfügen über ein flächendeckendes Zweigstellennetz und bieten als Universalbanken alle üblichen Bankleistungen für Privat- und Firmenkunden. Das Geschäftsgebiet der einzelnen Sparkasse ist zumeist regional auf das Gebiet einer Kommune oder Stadt beschränkt.

Die elf Landesbanken konzentrieren sich vor allem auf Dienstleistungen für die Groß- und Firmenkunden. Sie sind zudem Partner der im Privatkundengeschäft tätigen Sparkassen.